Japan Schriftzeichen : vielfältig und komplex
Japan Schriftzeichen bestehen aus vier verschiedenen Bestandteilen: Kanji, Hiragana, Katakana und Romaji. Die Japaner, die früher keine eigene Schrift hatten, können sich auch schriftlich so sehr komplex ausdrücken.
Japan hat eine eigene Schrift, die aus verschiedenen Bestandteilen besteht. Obwohl sie sehr unterschiedlich sind, werden sie meist gleichzeitig eingesetzt. Kanji stellen in der Regel den Stamm des Wortes dar. Sie haben in China ihren Ursprung. Hiragana sind notwendig, um die unterschiedlichen Formen der Grammatik abzubilden. Katakana werden eingesetzt, wenn Fremdwörter geschrieben werden müssen. Romaji nennen die Japaner das lateinische Alphabet. Auch dieses findet sich in den Japan Schriftzeichen wieder.
Kanji heißt Han-Zeichen - also China- oder Chinesen-Zeichen. Das alte Japanisch und das alte Chinesisch waren unterschiedliche Sprachen. Mit dem 6. Jahrhundert kam die Schrift von China nach Japan. Diese bestand aus chinesischen Schriftzeichen. So wurde das gesprochene japanische Wort schriftlich auf Chinesisch fixiert. Kanji, die meist aus zwei Zeichen bestehen, sind Logogramme. Sie stehen für genau ein Wort.
Hiragana werden im Grundschulalter gelernt. Ab dem 9. Jahrhundert wurden sie insbesondere von Frauen aus dem Adel verwendet. Diese sollten weder Chinesisch noch Kanji benutzen. Die Hiragana stellen ein Zeichen für jede denkbare Silbe der japanischen Sprache und damit gleichsam ein Alphabet dar. Sie sind auf einer Fünfzig-Laute-Tafel angeordnet. Meist drücken sie Prä- oder Suffixe aus.
Buddhistische Mönche formten aus den eher komplizierten Kanji die einfacheren Katakana, die auch stenografisch eingesetzt werden konnten. Sie waren einfacher zu schreiben. Heute werden sie besonders bei Fremdwörtern eingesetzt. Gerade das Chinesische kann so sehr genau ins Japanische übernommen werden. Aufgrund ihrer Einfachheit werden sie häufig in den Medien und beispielsweise bei Markennamen benutzt.
Die Romaji stellen das lateinische Alphabet dar. Im 16. Jahrhundert kamen sie durch die Portugiesen nach Japan. Um erfolgreicher missionieren zu können und die Japaner zum Christentum zu bekehren, übersetzten Jesuiten-Mönche christliche Texte in Romaji. Diese wurden mittels Pressen vervielfältigt, sodass sie in der Bevölkerung verteilt werden konnten.
Die Japan Schriftzeichen werden in einer Reihe angeordnet - allerdings verläuft diese von oben nach unten und nicht von links nach rechts. Leerzeichen werden nicht benutzt. Auch werden keine Bindestriche zur Trennung von Wörtern eingesetzt. Man bemüht sich allerdings, vor einem Satzzeichen möglichst kein Wort zu trennen.